Sonnenertrag beschäftigt sich in erster Linie mit Photovoltaik und nachhaltigen Energien. Wir unterhalten die Photovoltaik Datenbank in der unsere Nutzer ihre Erträge und Anlagen untereinander vergleiche können. Neu ist der Datenimport über Solarlog und Sunnyreport.

Liegt die Automobilbranche wirklich am Boden

Liegt die Automobilbrache wirklich am Boden, oder ist dies nur eine vorübergehende Erscheinung gewesen. Ich denke nein. Es ist sogar sehr wahrscheinlich dass die Auswirkungen noch viel weitreichender und schlimmer sind als jetzt bekannt wurde.
Nachdem das Kind im Brunnen liegt, darf man die Schuld aber nicht nur der Automobilbranche zuschreiben. Die Autobauer haben nur das gebaut und verkauft, was vom Markt verlangt wurde. Große, schnelle, und auch teure Autos. Die Umsatzzahlen der letzten Jahre ließen ein Umdenken kaum zu. Der Rohstoffmarkt aber bewegte sich schneller nach oben als erwartet. Der Stimmungsbarometer dagegen viel ins bodenlose. Die Politik hätte hier schon viel früher reagieren müssen und können. Führende Wissenschaftler und Politologen mahnen schon seit Jahren ein Umdenken an, leider ohne Erfolg. Energie und Rohstoffe werden sich langfristig weiter verteuern, und daran zweifelt keiner. Gewisse Schwankungen sind auch hier völlig normal. Die im augenblicklich wieder sinkenden Benzinpreise werden den am Boden liegenden Absatz von Autos weder beeinflussen noch aufhalten.
Es wird Zeit für die Politik neue Maßstäbe zu setzen. Die Kfz Steuer (Auto Neukauf) für 1 Jahr auszusetzen, dürfte wohl hier die unnützeste und sinnloseste Idee sein. Mir wäre es lieber gewesen, wenn wie in London der vermehrte Einsatz von Elektroautos, vorangetrieben würde. Elektroautos brauchen in England keine Steuer zahlen. Für Elektroautos gibt es dort unzählige Parkmöglichkeiten, an denen man für ein kleines Entgelt noch die Batterie laden kann. Elektrofahrzeuge eignen sich hervorragend für den Einsatz in Ballungszentren.
 Aber wieder zurück zu unserer heimischen Automobilindustrie. An was liegt es dass die deutsche Automobilindustrie besonders stark getroffen wurde?
 In Deutschland werden in der Regel große Autos, mit viel Kraft, und hohen Geschwindigkeiten gebaut. Um den Verbrauch zu minimieren, hat man in der Regel Dieseltechnologie eingesetzt. Aber auch wenn man mit Diesel sparsamer fährt, ist der Verbrauch teilweise abartig . Aber ohne Energie eben keine Leistung, und je größer die Autos umso mehr Leistung. Und hier beißt sich die Katze sprichwörtlich in den Sack. Die Luxuskarossen sind in der Regel nur geleast, gemietet, oder finanziert. Wenn dieses Auto nun nach 2 Jahren zurückgegeben wird, ist es fast unverkäuflich. Die, die Geld haben, kaufen kein gebrauchtes Auto, und die, die keins haben, können sich die Luxuskarossen ( wenn auch gebraucht ) nicht mehr leisten. Scheitern wird es nicht am Preis für das Fahrzeug, sondern an den Unterhaltskosten. ( Benzinkosten, Reparaturkosten, Steuer, Versicherung usw. ) Genau vor diesem Problem stehen unsere Autobauer. Große teure Autos sind schwer zu verkaufen, und nach wenigen Jahren nahezu unverkäuflich. Amerika ist als Absatzmarkt fast völlig zusammengebrochen. Also was ist zu tun? Auf kleine Autos sind eher die Franzosen und Italiener spezialisiert. Konzepte in Deutschland sind wohl noch fern. Das sieht man daran, dass die Bänder größtenteils still stehen, und die Zulieferer Ihre Produktionsstätten schließen. All dies lässt auf eine längere und umfassendere Rezession schließen. Das Umdenken scheint mehr Zeit als gedacht zu beanspruchen. 
Die Zeit für neue Ideen, neue Konzepte, werden aber sicherlich kommen. Bleiben wir neugierig.
Nix für unguat euer Lothar Beer


Wichtige Hyperlinks
http://

Veröffentlicht am:
12:35:20 08.11.2008 von Lothar Beer

Letzte Aktualisierung
14:52:11 08.11.2008